Jedes Jahr im Sommer unternimmt die ESC zahlreiche Ausflüge
in den Algonquin Park. Dieser ist einer der bekanntesten Parks
Kanadas und beheimatet viele der beeindruckendsten Tiere: Schwarzbären,
Elche, Biber, Wölfe und Hirsche. Lesen Sie den Bericht
eines unseres Schülers über diesen unvergesslichen
Ausflug!
Die Campingsaison kommt schon bald und die ESC bereitet sich
darauf vor. Hier ist ein Bericht aus erster Hand, geschrieben
von einem Schüler der im Mai 2003 an einem Zelttrip teilgenommen
hat: "Mein Entschluss nach Kanada zu gehen, hing
stark damit zusammen die wunderbare Natur dieses Landes kennen
zu lernen. Ich erfuhr, dass es das zweit größte
Land der Erde ist und dennoch nur 28.000.000 Einwohner besitzt!
Es muss dort also sehr viel freie Natur sein! Als ich in den
Algonquin Park kam, merkte ich, dass das tatsächlich
so ist.
Wir verließen Toronto um 8 Uhr 45. Ich war sehr müde
und wollte im Bus schlafen. Anthony meinte, dass die Reise
ca. 4 Stunden dauern würde. Je weiter wir uns von Toronto
entfernten, desto weniger Leute gab es und desto mehr Bäume.
Als wir dann schließlich im Algonquin Park ankamen,
war ich überrascht dort keine Häuser oder ähnliches
zu finden. Dafür gab es Warnschilder für Elche,
die die Strasse überqueren. Es war alles sehr seltsam
für mich.
Anthony meinte, dass wir bestimmt einen Elch sehen würden
und so hielt ich Ausschau danach. Nach etwa 5 Minuten sahen
wir am Straßenrand viele Autos stehen. Auch wir hielten
an und entdeckten tatsächlich eine ganze Familie von
Elchen. Eine Mutter, einen Vater und ein Baby. Es war toll,
sie sehen ein bisschen aus wie riesige Pferde mit großen
Geweihen.
Auf dem Campingplatz waren wir von anderen Menschen weit entfernt.
Es gab kein Licht, keinen Strom, keine Duschen und absolut
keinen Lärm. Es herrschte völlige Ruhe.
Wir schlugen unsere Zelte auf und erhielten Unterricht im
Kanu fahren, wobei das Boot ziemlich wackelig war. Später
kochten Anthony Abendessen und ich war überrascht, wie
gut es schmeckte.
Am nächsten Morgen erwachte ich in meinem Zelt und nach
einer Weile brachen wir zu einer großen Kanutour auf.
Wir fuhren auf wunderschönen Flüssen und sahen atemberaubende
Natur. Es war sehr friedlich und still.
Die Nächte waren am besten. Der Himmel war klar und wir
sahen Millionen von Sternen. Sogar die Milchstrasse konnten
wir sehen. Wir saßen am Strand, schauten in die Sterne
und waren beeindruckt. Zuhause, in meiner Stadt, können
wir nie so in die Sterne sehen. Deswegen weiß ich aber
jetzt, dass es sie gibt.
Am letzten Tag waren wir wandern. Wir kletterten auf einen
Berg und am Ende eines Pfades war ein wunderschöner Wasserfall.
Er war nicht so groß wie der Niagara Fall, aber er war
trotzdem schön. Wir konnten sogar darin baden; es war
ziemlich kalt, aber nach all dem Wandern sehr erfrischend.
Nun bin ich also wieder zurück in Toronto. Der Algonquin
Park war das Beste, dass ich in Kanada bis jetzt erlebt habe.
Es war genau so, wie man mir Kanada beschrieben hat- eine
beeindruckende Natur und wunderschön. Ich empfehle jedem
im Algonquin Park zu zelten."
Carlos Trejos, Mexiko |